Aphorismus mojou.online/a2022002 (c) Nikias Thörner, 2022 – Wenn du ein eigenes moJou hast, dann findest du hier den ausführlichen Gedankenanstoß.

Bienen

Wenn ich mich einmische, ist mir dabei wichtig, dass ich nie das Bewusstsein dafür verliere, dass Menschen unterschiedlich sind! Denn da gibt es noch diese anderen Menschen. Diejenigen, die sich mit Honig eben nicht wohl fühlen. Und weißt Du was? Das ist vollkommen okay.

Im Ganzen lautet er natürlich: „Bienen vergeuden ihre Zeit nicht, um Fliegen zu erklären, warum Honig besser ist als Scheiße.“ Momentan wird dieser Satz gern durch die Lande getragen. Und er ist ja auch gut.

In der Bedeutung will der Verfasser darauf hinaus, dass Du Dich beschützen sollst. Du sollst Dich nicht mit Personen abgeben, die es nicht wert sind zu erfahren, um wieviel besser Honig im Gegensatz zu Scheiße ist. Wenn Du es ihnen erklärst, kostet es Deine Kraft und Zeit, die Du dann verschwendest, denn Du kannst diese „Fliegen“ nicht erreichen. Ja, es gibt diese Menschen, die allen anderen erklären wollen, das Honig besser ist. Und ja, auch ich wollte immer und überall auf Missstände aufmerksam machen, um die Dinge verbessern.

Mit der Zeit habe ich gelernt, Optimierungsvorschläge und Kritik nur noch Menschen zu geben, die ich liebe. Denn durch andere Perspektiven, Vorschläge oder Kritik wird plötzlich eigene Weiterentwicklung möglich. Und auch ich erwarte unbedingt Kritik von den Menschen, die mich lieben, denn nur dann kann auch ich mich entwickeln.

Ganz wichtig dabei ist mir, wenn ich mich einmische, dass ich nie das Bewusstsein dafür verliere, dass Menschen unterschiedlich sind!

Denn da gibt es noch diese anderen Menschen. Diejenigen, die sich mit Honig eben nicht wohl fühlen. Und weißt Du was? Das ist vollkommen okay. Von dem Standpunkt aus betrachtet, schwappt über diesen Satz eine unnötige Arroganz. Kehren wir ihn einfach mal um: „Fliegen vergeuden ihre Zeit nicht, um Bienen zu erklären, warum Scheiße besser ist als Honig.“

Wer hat Recht? Viellicht kommt es immer auf die Perspektive an.

Was es für Dich in Deiner letzten Lebenswoche bedeuten kann ist: Sei nicht überheblich, denn wer legt denn fest, ob Scheiße oder Honig besser ist? Achte Deine und die Bedürfnisse anderer. Sei wachsam und wohlwollend und wenn Du meinst, Du könntest helfend eingreifen, dann tue es – ganz egal, ob bei einer Fliege oder einer Biene, denn beide verdienen Perspektiven.

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