Aphorismus mojou.online/a2022002 (c) Nikias Thörner, 2022 – Wenn du ein eigenes moJou hast, dann findest du hier den ausführlichen Gedankenanstoß.

Zwei Dankbarkeiten.

Zwei grundsätzliche Danke-Formen. Das eine ist die spirituelle Dankbarkeit. Also an eine größere Instanz, die es mir ermöglicht zu leben, zu denken, zu genießen, zu lieben und so weiter. Die zweite ist die irdische Dankbarkeit.

Und auch ich bin ganz irdisch jemand, der gern mal ein „Danke“ hört.

 

Als ich meine neue Woche (KW 24 2022) in meinem moJou begann, stand dort der Satz für die Woche:

„Handfeste Dankbarkeit. Dankbarkeit kann sich nicht nur in guten und dankbaren Gedanken äußern. Sie kann auch als ein Danke in Form von Geld, Anerkennung oder einer Nettigkeit an Mitmenschen praktiziert werden.“

Oh Mann. Ja. Und da kamen sie schon, die Erinnerungen an die Momente, in denen ich ganz irdisch nicht genug „Danke“ gesagt habe.

Ihr müsst wissen, für mich gibt es zwei grundsätzliche Danke-Formen. Das eine ist die spirituelle Dankbarkeit. Also an eine größere Instanz, die es mir ermöglicht zu leben, zu denken, zu genießen, zu lieben und so weiter. Diese Dankbarkeit zeige ich sehr regelmäßig.

Diese zweite, irdische, Dankbarkeit macht mir zu schaffen, denn manchmal denke ich „Auch wenn ich einen guten Gedanken an einen Menschen sende, ist das nicht Danke sagen.“

Noch schlimmer wird es, wenn schon einige Zeit vergangen ist, dann kommt es mir sogar so vor, als wäre es jetzt zu spät, sich zu bedanken. Bei Entschuldigungen oder Geburtstagsgrüßen geht mir das ähnlich. „Entschuldige bitte, dass ich Dir 2013 mal die Vorfahrt genommen habe.“ oder „Herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburtstag, der jetzt drei Monate her ist.“

Ne. Ich stelle die Art, mich zu bedanken, jetzt um und beschließe: Ich kann mich immer und zu jeder Zeit bedanken, wenn ich das richtig finde und ich kann es tun mit einer Umarmung, einem Lieblingsessen oder 20 Euro – eben mit einer Geste, die ich für angemessen halte.

Es gibt aber auch die andere Seite. Nämlich die Leute, denen ich etwas Gutes getan habe und die sich bei mir nicht bedankt haben. Das ist mir zwar nicht so unangenehm, wie andersherum, aber ich möchte mich künftig davor bewahren, länger darüber nachzudenken und beschließe für diesen Fall folgendes:

Tue ich etwas Gutes und die Person bedankt sich nicht, dann hat sie eventuell nicht eindeutig genug bemerkt, dass ich etwas Gutes getan habe. Tue ich wieder etwas für diese Person und sie bedankt sich nicht, nimmt sie mich als eine Selbstverständlichkeit – dann muss ich aufpassen und wir sprechen darüber. Tue ich einen dritten Gefallen ohne ein „Dankeschön“, weiß ich, dass ich ignoriert werde. Dann ist es Zeit zu gehen.

Es geht bei einem irdischen „Danke“ um Respekt, sowohl im Privaten als auch im Geschäftlichen.

Besonders im Berufsleben gibt es Gefallen oder Entgegenkommen, die ich nicht mehr eingehen werde. Das Dumme ist: Ich vergesse, wie sich manche Zeitgenossen mir gegenüber benommen haben. Oft kommt es bei einem Wiedersehen zu einem „Naja, so schlimm war es dann auch nicht, dass Du mich gebeten hast, sechs Monate auf mein Geld zu warten.“ Oder „War ja nicht die totale Katastrophe, dass aus dem Geschäft nichts geworden ist, auch wenn ich massiv in Vorleistung gehen musste und Du dann das Geschäft alleine gemacht hast.“

Solche Dinge passierten natürlich nicht oft. Und es gehört zum kaufmännischen Risiko, dass ich auch mal verliere. Wenn das dann passiert ist, möchte ich mich allerdings genau an die Umstände erinnern, um ggf. dann schneller „Nein“ zu einem weiteren Geschäft zu  sagen.

Deshalb habe ich für mein moJou die Finger-Wech-Liste entwickelt. Diese Liste bewahrt auch dich vor toxischen Beziehungen – privat und geschäftlich. Lade hier die Liste herunter und bleib dankbar.

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